Abschlussfahrt Klasse 10 – mein Résumé

Was war das bitte schön für eine Woche? Zur Beschreibung reichen keine 3 Worte, zusammenfassend kann ich aber schon mal diese drei nennen: euphorisch, entspannt, schmerzhaft. Doch beginnen wir von vorn.

Am Montag, den 10.06.2024 startete die 13-köpfige Radlergruppe um 9:30 Uhr in Radeberg am Bahnhof. Voller Tatendrang (euphorisch) erreichten wir sehr schnell den ersten geplanten Pausenpunkt kurz vor der Massenei und ließen diesen direkt aus. In Großharthau erwartete uns am Bahnhof bereits der erste Verpflegungsstopp. Nach dem Picknick und einem Blick auf die Karte wurde vereinbart, auch den folgenden Pausenpunkt auszulassen und am Bahnhof in Bischofswerda den nächsten Halt zu machen. Dann ging es auch schon weiter und nach einer kleinen Minipause in Brösang waren wir auch recht schnell in Bautzen. Dort hatten wir uns zur Mittagspause verabredet. Essen auf Rädern stand dort schon bereit, das war Klasse. Nachdem alle Trinkflaschen aufgefüllt worden waren, radelte die ganze Truppe bis nach Baruth. Dort versprach die geplante Strecke etwas hügelicher zu werden und wir entschieden uns, hier kurzfristig etwas umzuplanen. Es sollte nun mehr über die Landstraße gehen. Das klappte glücklicherweise wunderbar, da so weit außerhalb der Stadt ein eher gemäßigtes Verkehrsaufkommen herrscht. Den letzten Halt machten wir nach ca. 70km an einem Eisladen und ließen uns das Softeis schmecken. Die letzten 10km funktionierten bei allen Radlern so gut, dass sich die Truppe kurz vorm Ziel etwas auseinanderzog und wir somit nicht alle gleichzeitig ankamen. Doch dann war es geschafft. Vor Ort in Kollm erwartete uns schon die andere Klassenhälfte, sie bestritten die Strecke mit Bus und Bahn/Zug und kauften unterwegs noch Lebensmittel ein. Das Beste an der Radfahrstrecke war, dass es keine Pannen oder Unfälle gab, ich musste lediglich eine heruntergesprungene Kette wieder aufsetzen.

Die GPX-Dateien sind zur Recherche hier zum Herunterladen abgelegt:

Nach der Ankunft, bezogen wir die Bungalows und bekamen das Abendessen nach vorheriger Bestellung geliefert. Der Abend klang entspannt aus, manche machten auch noch etwas Sport. Volleyball wurde offenbar zum Lieblingsspiel der Klasse. Der Dienstag war als Team- und Entspannungstag geplant. Es wurde ein Volleyballtournier veranstaltet und wir haben Wikinger-Schach gespielt. Die Mittagessenversorgung war gesichert, jeder Bungalow kochte selbst. Wir als Betreuer hatten den Luxus, zweimal zum Essen eingeladen zu werden. Die Mädels zauberten uns fanastische Schnitzel mit Bratkartoffeln und die Jungs kochen uns klassisches Hühnerfrikassee mit Reis. Beides genossen wir sehr. Am Dienstag Abend stand Grillen und Lagerfeuer auf dem Programm. Das konnte ich dieses Mal wirklich (entspannt) genießen, da ich weder am Grill stehen musste, noch brauchte ich mich um Feuerholz oder Glut zu kümmern. Bei der live gespielten musikalischen Untermalung (Gitarre, Gesang, Rap) am Lagerfeuer wurde es sogar etwas emotional. Der Mittwoch war als Ausflugstag nach Görlitz geplant. Mit dem Bus und dem Zug sind wir am Vormittag bis hin gefahren und haben uns dort in Gruppen aufgeteilt, um ein Stadtspiel (Schnitzeljagd) zu machen. Nachmittags trafen wir uns wieder am Bahnhof zur Rückfahrt auf gleichem Weg. Dann gab es wieder bestelltes Abendessen und einige machten noch etwas Sport. Der Donnerstag war ähnlich wie der Dienstag als Freizeit-Tag geplant. Einige sportelten herum, andere gingen schwimmen und wieder andere spielten Gesellschaftsspiele. Es wurde sogar eine kleine Wanderung mit Kletterbaumbesteigung unternommen. Am späten Nachmittag sind wir gemeinsam noch einmal zum Eisladen am nahegelegenen Zeltplatz spaziert. Wir Betreuer organisierten anschließend die Heimreise. Gegen Abend haben wir es sogar hinbekommen, ein paar Klassenfotos zu schießen. Spätestens da musste ich feststellen, dass diese Klasse irgendwie besonders ist. Trotzt dass es verschiedene Grüppchen mit unterschiedlichen Interessen und Ansichten gibt, hielten irgendwie alle zusammen und machten gemeinschaftlich mit. Es gab kein Murren und kein Meckern – kleine Frotzeleien gehören natürlich dazu. Echt toll!

Am Freitag, den 14.06.2024 traten wir die Heimreise an. Von den 12 Radfahrern auf der Hinfahrt, trauten sich 7 Leute auch die Rückfahrt mit dem Rad zu. Wir starteten gegen 09:30 Uhr und erreichten auf gleicher Strecke recht bald den ersten Pausenpunkt in Baruth. Dort wartete wieder Essen auf Rädern mit Picknick und Getränkeversorgung auf uns. Nach einem eher kurzen Stopp in Bautzen fuhren wir nach Bischofswerda. Kurz vor dem Bahnhof bin ich dann leider gestürzt und musste mich erst einmal notdürftig verarzten (schmerzhaft). Glücklicherweise hatte ich die große Sanitasche dabei, so dass es mit zwei Binden und etwas Pflaster dann nach einer halbstündigen Erholungspause weitergehen konnte. Einige Teile meines Fahrrades hatten es leider nicht überlebt, so dass ich eine Fahrradtasche der Autobegleitung mitgeben musste. Genau so war es ja auch gedacht und somit für alle Eventualitäten gesorgt. Um 17:30 Uhr fuhren wir im Bahnhof Radeberg ein und überlegten ein letztes Mal, wie wir alle nach Hause kommen. Wir entschieden uns, gemeinsam den restlichen Weg bis Dresden auch mit dem Rad zu fahren. Es würde ja nur noch bergab gehen. Entlang der Dresdner Heide bis zum Ullersdorfer Platz lief es richtig gut. Die Grundstraße war eine Herausforderung für die Bremsen. Schließlich trennten wir uns am Blauen Wunder, wo ich die Kids in die Ferien entlies. Bis nach Hause war es dann doch noch einmal anstrengend, da es wieder leicht den Berg hinauf ging und alle kaum noch Sitzpolster hatten.


Das war ein super tolles Erlebnis! Der Zusammenhalt in der Klasse hat mich beeindruckt und ich bin froh, als Begleiter dabei gewesen zu sein. Danke, dass ich dieses Wechselbad der Gefühle erleben durfte. Besonders gefreut hat mich, dass einige Kids mir gesagt haben, dass sie es richtig cool fanden, dass ich dabei war. Die Radfahrt von insgesamt 180km war trotzdem eine ordentliche Herausforderung für Mensch und Technik und ich freue mich, dass es praktisch keine Reparaturen unterwegs geben musste. Auch der Akku meines Bikes hat sehr gut durchgehalten. Auf der Rückfahrt habe ich in Bischofswerda ganz kurz aus meiner mobilen Powerbank nachgetankt, sonst hätte es vermutlich doch nicht ganz bis Dresden gereicht.

Abschlussfahrt Klasse 10 – Detailplanung

Am 10.06.2024 geht es los, 15 Radler starten von Radeberg aus in Richtung Kollm. Die Strecke hat nach aktueller Planung eine Länge von 77km. Damit möglichst alle diese Tour überstehen, haben wir uns darauf geeinigt, in Radeberg zu beginnen. Die Zugverbindung vom Hauptbahnhof bis zum Bahnhof Radeberg habe ich gecheckt. Alle 30min. fährt entweder die S8 oder die RB61 (Trilex). In der S-Bahn können leider nur 6 Fahrräder mitgenommen werden, die Plätze sind recht schnell vergeben. Mit dem Bildungsticket könnt ihr den gesamten VVO befahren und auch euer Fahrrad mitnehmen. Ohne Bildungsticket kostet die Fahrt 5,70€ (2 Tarifzonen) + 3,30€ Fahrradtageskarte Verbundraum. In der Besprechung am 15.04. hatten wir die Möglichkeit in den Raum geworfen, die Räder bereits am Sonntag nach Radeberg zu bringen und am Bahnhof anzuschließen. Nach gestriger Testfahrt kann ich mitteilen, dass es dort ausreichend viele überdachte Fahrradbügel und auch Fahrradschließfächer gibt. Die Boxen können über die Webseite https://www.bikeandridebox.de zum Preis von 1€/Tag gebucht werden. Hier ein paar Fotos.

Nun ein paar Worte zur Strecke. Meine Planung sieht folgende Routenführung vor: Von Radeberg geht es über die Massenei (Wald) bis nach Großharthau. Weiter gehts entlang der Eisenbahnstrecke nach Bischofswerda bis wir schließlich in Demitz-Thumitz ankommen. Über Zockau fahren wir nach Bautzen. Leider sind auf dieser Strecke einige Straßen dabei, wobei wir hier operativ eine Alternative über Wald-/Radwege suchen sollten. Das werden wir aber erst vor Ort sehen können. Nach einem großen Stop in Bautzen geht es weiter nach Dubrauke, wo wieder ein schönes Waldstück anfängt. Hinter Groß Radisch liegt schon Kollm und dann sind es nur noch ein paar Meter bis zu zum Ferienpark Quitzdorf.

Damit der Leitwolf der Radlertruppe die richtige Strecke findet, empfehle ich, mit dem Handy und der App „Guru Maps“ zu navigieren, was ich als Schlusslicht übrigens auch machen werde. Für die Verständigung zwischen mir und der Spitze besorge ich noch ein Paar Funkgeräte. Die Route stelle ich in mehreren Dateiformaten hier zur Verfügung. GPX verstehen die meisten Navigations-Apps und kann in gpx.studio geladen werden, KML kann in earth.google.com geladen werden und wer gern nach Komoot fährt, dem gebe ich die Strecke auch dort frei.

GPX: Radeberg – Kollm
KML: Radeberg – Kollm
Komoot: Radeberg – Kollm

Bei unserer nächsten Beratung werden wir Start- und Pausenzeiten sowie Treffpunkte besprechen. Hierfür habe ich im Übrigen auch gestern einen Test gemacht. Durch die Kontakteliste habe ich von fast allen relevanten Personen die Mobilfunknummern erhalten. Dadurch ist es mir möglich, per SMS GPS-Standortdaten an Euch zu schicken.

Für Autofahrer schicke ich Koordinaten in dieser Form (Eingabe im Autonavi oder Copy&Paste in die Kartenanwendung der Wahl): 51.055074, 13.935877
Für alle anderen oder wer beispielsweise mit Android Auto unterwegs ist, nutze ich den Google-Dienst als Link: Beispielstandort

Meine Überlegungen zur Strecken-/Pauseneinteilung (Neuteilung inkl. Angabe des Profils):

Etappe 1: 16km (141m/100m leicht ansteigend südlich über westliche Massenei)
Radeberg (Bhf.) - Großharthau (Bhf.) / Pause nach Talsperre Wallroda [bei 7,5km]

Etappe 2: 8,5km (67m/60m hügelich)
Großharthau (Bhf.) - Bischofswerda (Bhf.) / Pause in Weickersdorf [bei 21km]

Etappe 3: 21km (129m/210m leicht abfallend)
Bischofswerda (Bhf.) - Bautzen (Bhf.) / Pause 1 in Demitz-Thumitz [bei 30km], Pause 2 in Brösang (hinter Seitschen) [bei 37,5km]

Den größeren Stopp zum Einkauf habe ich am Marktkauf in Bautzen geplant. => Entfällt für den Einkauf, anhalten und ein Eis essen werden wir hier aber sicherlich! [51.18878495634154, 14.455003738403322]

Etappe 4: 21km (214m/249m erst abfallend, dann stark hügelich)
Bautzen (Bhf.) - Kollm / Pause 1 in Baruth [bei 62km], Pause 2 im Wald hinter Dubrauke [bei 65,5km], Pause 3 Groß Radisch [bei 72,5km]

vollständige Wegpunktliste: Wegpunkte.txt

Nach einer kürzlich erfolgen Testfahrt der 1. Etappe habe ich die gewonnenen Erkenntnisse zur Strecke bereits in die Routenplanung eingearbeitet (ein Großteil der Massenei und die Flussquerung der Wesenitz in Großharthau wird umfahren).

Achtung! Als wichtigte Information möchte ich mitteilen, dass der Dresdner Hauptbahnhof am Wochenende vom 07. bis 09. Juni nicht nutzbar ist für eine Fahrt bis Radeberg. Dort finden Bauarbeiten statt (siehe Artikel auf sz-online). Auch am 10.06. könnte es Probleme geben. Nach ersten Recherchen fährt ab Bahnhof Neustadt aber alles. Man kann also die S8 oder den Trilex RB61 ab Neustadt nehmen, wie oben schon geschrieben.


neue Fahrradtasche(n)

Für solch eine Fahrradtasche hatte mich mich schon länger interessiert. Sie hat drei Tragemöglichkeiten – den Henkelgriff am Gepäckträger, einen Schultergurt und in einer Tasche hinter der Gepäckträgerhalterung sind noch die Rucksackgute versteckt. Mit 25L Volumen kann man reichlich Zeug verstauen und in den Seitentaschen ist Platz für Handy und auch eine Trinkflasche. Innen befindet sich zudem ein Laptop-Fach, so dass ich die Tasche vielleicht auch mal dienstlich nutzen kann.

Die kleine Dreiecktasche unter dem Rohr ist für das Kettenschloss. Sie ist von ABUS und passt perfekt zum Rahmen und zum Schloss.

Abschlussfahrt Klasse 10

Im Sommer des Jahres 2024 wird die Klassenfahrt unseres Sohnes Alexander stattfinden. Damit das Ganze ein wirkliches Erlebnis wird, hat sich die Klasse gedacht, keine Standard-Fahrt mit einem Reiseunternehmen durchzuführen, sondern alles selbst zu organisieren. Geplant ist eine Fahrradtour zum Ferienpark Stausee Quitzdorf (in der Nähe von Görlitz). Die Entfernung beträgt ungefähr 100 km. 8 Schüler und Schülerinnen wollen lieber mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, alle anderen wollen das Abenteuer wagen. Ich habe mich bereiterklärt, die Tour als Radler zu begleiten und dabei mit Reparatur- und Navigationsfähigkeiten zu unterstützen. Für 100km ist keines meiner eBikes ausgelegt, ich müsste auf jeden Fall zwischenladen. Da ich aber so unabhängig wie möglich sein möchte, recherchierte ich nach einem zusätzlichen Akku bzw. einer PowerBank mit 230V-Ausgang. Die Chinesen machen alles möglich, auch die 200W starke aber ultra-kompakte ALLPOWERS Tragbare Powerstation, die eigentlich für Solarpanels gedacht ist. Ich habe außerdem für mein neues Bike ein zweites Netzteil besorgt, welches ich immer in meiner Fahrradtasche habe – falls es mal eng wird. Die Powerstation habe ich heute am fast vollen Akku angeschlossen und konnte zumindest die restlichen 2-3% des eBike-Akkus schnell vollladen. Natürlich muss ich das ganze noch testen, wenn der Akku fast leer ist, bin aber zuversichtlich, dass es mindestens für eine komplette Ladung reicht. Die Anzeige an der Powerstation zeigt wunderbar die entnomme und auch die eingespeiste Leistung, den Ladezustand des Akkus und die verraussichtliche Entladedauer an. Um diesen Zusatzakku zu transportieren überlegte mich mir erst einmal eine eher provisorische Montage mit Spannbändern, daran werde ich noch feilen. Schließlich kann es ja auch mal nass werden und das Gerät sollte dabei keinen Schaden nehmen.

Als ich die Powerstation an mein altes eBike anschloss, wurden ca. 75W gezogen, was laut Anzeige für ca. 1,5h halten sollte. Das Netzteil des neuen Rades hat ca. die gleiche Leistungsklasse. Was es wirklich zieht, kann ich allerdings erst testen, nachdem ich die restlichen ca. 80km runtergefahren habe. Die realistische Reichweite nach mehreren Fahrten zur Arbeit liegt jedoch bei ca. 60km. Dabei sind aber nur leichte Steigungen einkalkuliert, welche die Reichweite natürlich deutlich beeinflussen. Aber wie gesagt, der Test unter realen Bedingungen folgt noch.

Für die Navigation würde ich natürlich gern mein iPhone nutzen. Da der Akku des Gerätes aber nicht mehrere Stunden durchhält, habe ich dafür auch noch einmal eine Powerbank mit 5000 mAh besorgt und am Rad befestigt. Außerdem befindet sich nun am Lenker eine sehr kräftige Handyhalterung. Damit kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.


Für die Routeneinteilung und Diskussion mit den Verantwortlichen habe ich ein Forum auf lernsax.de eingerichtet, worüber ich diese Themen vorstellen und besprechen werde. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf das Abenteuer und kann es kaum erwarten, die ganze Technik auszuprobieren. 🚲🚲🚲 ⚡📱

PIMP MY E-Bike again

Ich auf dem täglichen Arbeitsweg.

Ich lebe und arbeite in Dresden. Seit einem Jahr ist meine Arbeitsstelle ca. 10km von meinem Wohnort entfernt. Den Weg dahin lege ich gern mit dem Fahrrad zurück. Da mein bisheriges Bike so langsam das Zeitliche segnet, habe ich mir ein neues E-Bike gekauft. Das schlanke Urban-E der Marke Excelsior begleitet mich nun täglich 2x 30 Minuten durch die Stadt. Wie am alten Fahrrad, wünschte ich mir jedoch zur Erhöhung der Verkehrssicherheit Blinker und Bremslicht. An diesem Rad sollten die Anbauten möglichst sehr kompakt sein. Ich plante die Nutzung eines 2-Pol-Blinkrelais in Kombination mit einer 5000mAh Powerbank. Da KFZ-Technik mit 12V arbeitet, war noch ein StepUp-Converter nötig. Beides passte in eine kleine Box, die nicht mal so groß ist, wie die Powerbank. Eine passende Montagehalterung habe ich auch gefunden, an der ich später noch den Trinkflaschenhalter anbaute. Als Blinkleuchten nutzte ich 12V-LED Stecklampen, deren Silikonhülle genau im Lenkerrohr Halt fanden. Ohne Bohren oder sonstige Beschädigungen konnte ich die Kabel an den Griffen verlegen. Die kleinen orangen Plastekappen sind die Blinkergläser von einem Scooter. Kann man so im Internet bestellen. Beim Bremslicht war etwas Aufwand nötig, da dieses Rad keine Bremshebelkontakte besitzt, weil der Motor nicht rekuperieren kann. Ich besorgte Reed-Kontakte und positionierte sie und die zugehörigen Magnete an den Bremshebeln. Die Kabelverlegung zum Bremslicht war auch nicht ganz leicht, ich benötigte einen Fädeldraht um die Kabel im Unterrohr parallel zu den vorhandenen Leitungen durchzuziehen. Das Licht selbst ist von der Firma Büchel und hat eine integrierte Bremslichtfunktion. Leider habe ich das erst spät mitbekommen, offenbar funktioniert die ganz gut. Die Auslösung wollte ich aber dennoch vom Zug am Bremshebel abhängig machen und baute es so wie geplant an. Nun bin ich erst einmal zufrieden und denke, dadurch etwas sicherer unterwegs zu sein. Wenn man das eine Video hier anschaut, leuchtet es zumindest genau so, wie am alten Fahrrad.

Taillight mit Bremsfunktion und Alarmanlage ergänzt
nach ca. 80km ist dann der Akku auch mal leer

Altersgrenze erreicht?

Lange wollte ich es nicht wahr haben, aber nun sprechen die Veränderungen klare Zeichen. Als gestern der vordere Schalt-Bowdenzug riss, stand meine Entscheidung fest. Ein neues Bike muss her. 10 Jahre auf dem elektrisch angetriebenen „Speed Fire“ der Marke „EHLine“ haben den verbauten Komponenten ordentlich zugesetzt. Der Hersteller schien schon kurz nach dem Kauf 2014 von der Bildfläche verschwunden zu sein und selbst der BionX-Antrieb wird heutzutage nur noch sehr selten an aktuellen Bikes verbaut. Schade, dass Direktläufer-Motoren offenbar nicht mehr State of the Art sind, sind sie doch sehr kräftig und geräuschlos. Es hat sich einiges getan bei den elektrisch motorisierten Fahrrädern. Offenbar setzt man jetzt mehr auf geräuscharme Getriebe, wodurch wohl die benötigte Energiequelle kleiner ausfallen kann – bei ähnlicher Reichweite. Die Systeme arbeiten also effizienter. Es müssen keine brutal großen Akkus mehr verbaut werden und auch die physischen Dimensionen der Motoren schrumpfen. Das ist einer der Punkte, die mich bei meinem Rad schon länger beschäftigten. Irgendwie fehlte immer der Platz um Dinge anzubauen. Der Flaschenhalter beispielsweise gehört eigentlich ins Innere des Diamant-Rahmens. Bei mir musste ich das Teil am Oberrohr anklemmen. Er ist damit irgendwie im Weg, man stößt mit den Knien an. Nicht zuletzt sind die am Speed Fire verbauten Komponenten nicht sehr hochwertig. Schaltsystem und Bremsanlage sind das günstigste Modell von Shimano (Acera/Altus). Die Kassette zeigt deutliche Abnutzungsspuren und die Kette war auch schon mal gerissen. Kurbel und Tretlager musste ich bereits vorletztes Jahr wechseln und die Reifen brauchten auch mal eine Auffrischung. Gut, jetzt kann man sagen, dass solche Abnutzungen ganz normal sind, ich habe aber ehrlich gesagt keine Lust mehr, ständig daran rumzubasteln. Als nächstes wäre der Akku dran, er hält nur noch für maximal 20km Stadtfahrt. Außerdem muss das Rad immer einsatzfähig sein, da ich es ja täglich nutze.

Herstellerfoto EHLine Speed Fire

Die Geometrie des Rades gefällt mir außerordentlich gut und ich möchte gern weiter auf einem solchen Fitnessgerät pedalieren. Mit meinen ganzen Anbauten an dem Teil wird es wohl in die Kategorie der Trekking-Fahrräder eingeordnet, neudeutsch nennt sich das sportliche Design nun „Urban-Bike„. Ein Rad, um es in der Stadt auf kurzen Strecken ohne viel Geländeeinflüsse zu bewegen. Daher auch ungefedert und leicht. Á propos Gewicht – mit über 35kg kann man oben genanntes Bike kaum noch als sportlich bezeichnen. Wenn der Akku leer ist, hat man echt zu tun, das Rad überhaupt fortzubewegen, geschweige denn, Berge oder Hügel hinaufzufahren.

Was ich mir also vorstelle ist ein leichtes elektrifiziertes Bike für den täglichen Arbeitsweg durch die Stadt. Bei Recherchen in diesem Segment bin ich auf den Hersteller Excelsior aufmerksam geworden und habe das „Urban-E“ als meinen Favorit auserkohren. Nach Lesen einiger Testberichte war mir klar – dieses muss es sein! Es ist alles dran, was ich vorher einzeln dazukaufen musste – Licht, Schutzbleche, Ständer und natürlich der elektrische Antrieb. Klar, habe ich auch bereits darüber nachgedacht, was noch alles nachgerüstet werden müsse. Zunächst wird aber nur die Halterung für das Fahrradschloss am Flaschenträger montiert. Weiter möchte ich erst mal nicht überlegen, erstmal muss es beschafft werden. Das Modell 2023 (Akku mit 410Wh) habe ich bei zwei Händlern in der Nähe angefragt und freue mich schon darauf, es mal probefahren zu dürfen. Doch zuvor lese ich noch ein paar Kommentare und Tests über das Bike. Eine Testerin kam zu folgendendem Fazit:

Fazit: leichtes E-Bike „Urban-E“

Ich beende meine sechs Kilometer lange Testfahrt und komme strahlend bei meiner Freundin an. Ich war fünf Minuten schneller als sonst, ohne Elektrofahrrad. Das „Urban-E“ ist ein erfrischend anderes Pedelec. Es macht wahnsinnig viel Spaß durch die Stadt zu düsen, „nur“ cruisen will man mit dem Cityflitzer gar nicht. Wem eine Reichweite von 50 km genügt und wer keinen großen Wert auf Fahrkomfort legt, hat mit dem „Urban-E“ das perfekte E-Bike gefunden. Musst du dein Rad hin und wieder Stufen tragen, sei es am Bahnhof oder in den Fahrradkeller, ist das mit dem „Urban-E“ einfacher denn je. Willst du das Bike nach der Fahrt laden, solltest du allerdings am Abstellort eine Steckdose haben.

Herstellerfoto Excelsior Urban-E (Modell 2023)

Bei der Entscheidung für dieses Rad waren mir folgende Dinge wichtig: schlankes aber klassisches und sportliches Design, geringes Gewicht, Komplettausstattung (Schutzbleche, Licht, Ständer) und ein bezahlbarer Preis. Letzter Punkt kann bei E-Bikes ja bis ins unermessliche gehen, ein Limit von 2500€ habe ich mir daher schon von Anfang an gesetzt. Die Technischen Daten kann man auf der Herstellerseite nachlesen, dazu möchte ich jetzt nichts weiter schreiben. Bezüglich Design habe ich mir jedoch ein paar Gedanken gemacht und einfach mal die beiden Fotos übereinandergelegt. Dabei viel mir auf, dass sich die Geometrien und eben die Gesamtoptik kaum unterscheiden. Ich bin gespannt, ob sich das bei der Testfahrt auch so bemerkbar macht und ich mich auf dem Rad „wie zu Hause“ fühle.

Eine Antwort von den angefragten Händlern ist zwar noch nicht da, aber das soll mich mal nicht davon abhalten, nächste Woche hinzufahren und einfach mal vor Ort zu fragen. Kommt Zeit, kommt Rad… 🙂


Die Zeit kam, sogar am nächsten Montag schon, und Rad kam dann am Donnerstag. Es hätte gar nicht besser laufen können. Meine Anfrage beim Fahrrad-Großhändler blieb unbeantwortet, dafür hatte ich ein angenehmes Gespräch mit Steffen vom kleinen lokalen Händler „Der Dynamo“. Er bot mir die Möglichkeit, das Rad probezufahren und ich hatte auch noch das Glück, dass gerade 2023-er Modelle im Lager bei denen angekommen waren. Die Probefahrt war erwartungsgemäß genial, ich fühlte mich „wie zu Hause“, auch wenn das Testrad eine unpassende Rahmenhöhe hatte. Steffen bot mir an, eines der Räder aufzubauen (die werden immer so geliefert, dass man sie gut in einem rechteckigen Karton transportieren kann) und dann mit der korrekten Rahmenhöhe noch einmal probezufahren. Ich sagte sofort zu und konnte am Donnerstag das Bike noch einmal in der richtigen Größe testen. Nach zwei Runden um den Block stand meine Entscheidung fest, den genannten Preis dafür zu bezahlen. Natürlich hatte ich alles entsprechend vorbereitet und bereits meinen Helm und das Fahrradschloss im Rucksack mitgebracht. Nun brauchte ich mich nur noch draufzusetzen und nach Hause zu radeln. Was für ein Genuss, so ein leichgängiges Bike! Ich probierte alle Unterstützungsstufen und die Beleuchtung aus. Als ich zu Hause ankam, war es ein sehr angenehmes Gefühl, auch wenn ich durch den starren Rahmen – am Urban-E gibt es keine Federung – jedes Schlagloch in der Wirbelsäule spürte. Ich bin wirklich zufrieden und glücklich, diese Entscheidung getroffen zu haben. Check.

Ostsee-Marathon per pedes

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Das war eine sehr sehr schöne Tour. Ich freue mich, dass Mensch und Material so gut durchgehalten haben. Sogar die Kinder sind ohne zu murren mitgezogen. Genial. Die frische Luft, geringe Sonneneinstrahlung und mäßige Temperaturen haben es uns heute leicht gemacht. Belohnung in Form von Bratwurst und Bier (standesgemäß Störtebeker Bernsteinweizen) hatten wir im Schloss Sundige Wiese. Später gab’s in Zingst noch ein Eis.

Natürlich war nach 42,5km der Akku leer, hat aber auf Stufe 1 immerhin so lange gehalten. Hier sind ja auch keine Berge. Schön fand ich die Möglichkeit, kostenlos Nachladen zu können an der Raststelle. Allerdings hätte das wenig gebracht, wir wollten die Tour rasch fortsetzen und fuhren direkt nach dem Essen weiter.

Bike, EMS und Laufen

Keine Lust auf dem Sofa abzugammeln? Genau! Also raus und Sport machen. Heute konnte ich mal 3 Sportarten miteinander verbinden. 9:00 Uhr hatte ich mir meinen Dienstags-Termin beim EMS vereinbart. Natürlich bin ich mit dem Rad hingefahren. Anschließend gings zum Einkaufen und dann wieder nach Hause. Und da die Kinder Ferien haben, fragte ich auch bei denen mal, ob jemand mit Laufen gehen wolle. Alex erklärte sich bereit und wir starteten gegen 10:00 Uhr in den Fichtepark. Dafür, dass ich ewig nicht joggen war, ging es recht gut. Nach der 3. Runde fing leider das Knie wieder an zu schmerzen, also haben wir die Runde beendet und sind wieder heim. Immerhin 2,2km – der Wille zählt. Die Auswertung findet sich hier: Link

Urlaubssport

Auch im Urlaub wird fleißig Sport getrieben. Die erste kleine Fahrradtour haben wir schon hinter uns und heute habe ich noch einen kleinen Abendlauf gemacht.

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Und heute, am Samstag, habe ich noch mal eine kleine Runde durch den kleinen Ort Timmel gedreht.

Doch nicht nur Radeln und Laufen wurde im Urlaub betrieben, es stand auch ein Sascha Huber-Workout / Körperformen Rückentraining und Rudern auf dem Programm. Immerhin sind in diesen zwei Urlaubswochen vom 15.08. – 28.08.2022 ganze 7 Trainingseinheiten zusammengekommen.

Ride in the night

Ziel: Kändlerstr. 1

Die Nacht war jung und ich hatte einfach Lust, den Weg zum neuen Büro mal mit dem Fahrrad auszuprobieren. Also baute ich die GoPro an, startete die Workout-Aufzeichnung und radelte los. Für die 10km habe ich exakt 30 Minuten gebraucht. Das iPhone dampfte später das Video auf 1 Minute ein.

🚲 Visualisierung der Aktivität 🚲

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